Liebe Besucher
Am Wochenende habe ich mehrere Varianten der Bounce-Screener getestet (und teste noch) und habe meine Überlegungen teils umgesetzt. Diese lauteten u.a., dass der Kurs nach dem eigentlichen Signal, 3 Tage in Signalrichtung über dem Signalpunkt bleibt und erst dann wird das Signal generiert.
Tja, was soll ich sagen. Ich habe das umgesetzt und simuliert so habe ich noch mehr Signale, denn alle bisherigen Signale, die schon 2 Tage in Signalrichtung liegen, werden, sofern sie zwischenzeitlich nicht gegenläufig sind, auch am 3. Tag wieder erkannt. Zudem kommen ganz neue Signale auch noch hinzu, so dass die Liste länger anstatt kürzer wird. 🙄
Das war also nicht zielführend, denn bei 3 Tagen in Signalrichtung, nach dem eigentlichen Signal, gab es im Down-Bouncer sogar 24 Signale bezogen auf die Daten vom Freitag 19.01.23. 🫣
So habe ich einen weiteren Indikator eingebaut, der die Signale nochmal eingrenzt und das sowohl 2 Tage, als auch 3 Tage in Signalrichtung und habe dies wieder simuliert, was je Durchlauf bis zu 1,5 Std. dauert. Das hat die Signale tatsächlich etwas reduziert. Dazwischen bin ich mal Laufen gegangen oder habe gekocht und geputzt 🙄
- Für 2 Tage ergab das dann 5 Signale im UP-Bouncer und noch 7 Signale im Down-Bouncer.

- Für 3 Tage ergab das im UP-Bouncer nur 3 Signale und im Down-Bouncer 16 Signale.

Nachfolgend einige Beispiele, die erklären, wo das Problem liegt.
Da die wenigsten wohl Short handeln, dienen die Down-Bouncer Signale dazu, Probleme bei Werten zu erkennen, die man aktuell im Depot hat.
Übrigens habe ich mir viele der gemeldeten Signale angeschaut und nahezu alle hatten ihre Berechtigung, wobei natürlich viele auch zu Fehlsignalen werden können, sofern der Kurs in die Gegenrichtung läuft.
Deshalb erfolgt das Kaufsignal ja auch nicht am eigentlichen Signaltag, sondern verzögert, so dass eine Trendbestätigung abgewartet wird. Ob das nach 1 Tag sinnvoll ist, scheint fraglich, aber irgendwo muss zwischen 2 und 3 Tagen entschieden werden, zumal man am Tag NACH dem Signal, eigentlich abwarten sollte, wie der Kurs in den Tag startet, bevor man einsteigt.
Vor dem Einstieg sollte man auf jeden Fall eigene Überprüfungen vornehmen, indem man den Chart anschaut und andere Indikatoren zu Rate zieht. ☝️☝️☝️
Beispiel Down-Bouncer Signal nach 3 Tagen
Nachteilig beim 3 Tage Signal ist, dass man schon sehr weit vom eigentlichen Signal entfernt liegen kann, wie im Chart links zu sehen ist.
Der rote Pfeil zeigt auf die ursprüngliche Signallinie.
Die weißen Pfeile auf den Kurs nach 1, 2 und 3 Tagen. Wenn der Screener also 3 Tage abwartet, bis er ein Signal generiert, könnte man schon ordentliche Verluste eingefahren haben, in diesem Fall rund 5€.
Bei einer Wartezeit von 2 Tagen, wären es nur 3 € gewesen und bei 1 Tag nur 0,50€.
Allerdings würden bei nur 1 Tag unheimlich viele Signale auftreten und zum anderen, dürften extrem viele Fehlsignale dabei sein, da der Kurs ja auch wieder direkt über/unter das Signal laufen und dieses auflösen könnte. So gesehen steckt man in einer Zwickmühle.
- 1 Tag: ist klar zu risikoreich, viele Fehlsignale möglich, aber bei einem korrekten Signal, auch der niedrigste Verlust.
- 2 Tage: verringertes Risiko für Fehlsignale, aber höherer Verlust möglich, bis das Signal generiert wird.
- 3 Tage: verringertes Risiko für Fehlsignale, aber sehr hoher Verlust möglich, bis das Signal generiert wird.
Das Gleiche noch einmal als Beispiel UP-Bouncer (steigende Kurse) 2 Tage Signal

Der rote Pfeil zeigt auf die ursprüngliche Signallinie.
Die weißen Pfeile auf den Kurs nach 1 und 2 Tagen.
Am 2 Tag (oberer weißer Pfeil, wäre das Kaufsignal generiert worden und man wäre am 3. Tag eingestiegen, wenn die große grüne Kerze startet. Schon an diesem Tag, wäre man leicht im Gewinn gewesen.
Zum Schluss noch ein Signal bei Bilfinger, das am 10.01. generiert wurde.

Der rote Pfeil zeigt auf das eigentliche Signal.
Der kurze weiße Pfeil Tag 1 und der lange weißer Pfeil Tag 2, bestätigen die Trendrichtung und der Einstieg erfolgt, sofern andere Indikatoren usw. passen.☝️☝️☝️
Der Kurs ist anschließend weiter nach oben gelaufen und konsolidiert leicht, was auf einen weiteren Anstieg hinweisen könnte. So war der Ablauf optimal und ich bin selbst auch eingestiegen. ![]()
Bei einem Signal nach erst 3 Tagen, wären wir noch etwas teurer eingestiegen, da der Kurs noch weiter zugelegt hatte (ganz kleine grüne Kerze). Das ginge anschließend vom Gewinn ab ![]()
Wichtig ist es natürlich anschließend die Kurse weiter zu verfolgen, um rechtzeitig reagieren und Gewinne mitnehmen zu können. In diesem Fall könnte man einen Stopp bei unter 37€ setzen und auf einen Ausbruch warten.
So, ich hoffe ich konnte die Problematik der Signale einigermaßen verständlich rüberbringen.
Alles an Risiko können wir also nicht ausschalten, aber eben sinnvoll begrenzen. Und wie gesagt, die meisten Signale hatten ihre Berechtigung, doch waren es leider viel zu viele, vor allem bei den Down-Bouncer Signalen.
Viel Erfolg und eine gute Zeit
JoTrader 
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