Liebe Besucher
Hier betrachte ich wöchentlich die aktuellen und vergangenen Screener-Ergebnisse, aus meinem Standard-Screener, die ich täglich in der Facebook-Gruppe „Aktien Chart Check“, kostenfrei veröffentliche. Den Kursverlauf der einzelnen Werte verfolge ich ab einem generierten Signal, über einen Zeitraum von 4 Wochen und mit einem wöchentlichen Update. (Kursiv geschriebene Texte sind in der Regel Texte aus der Vergangenheit bzw. sind Hinweise.)
S&P500 als Referenz Index
In dieser erneut verkürzten Handelswoche gab es am Mittwoch und am Freitag Arbeitsmarktdaten, die wieder deutlich besser ausfielen, als erwartet, was gegen eine baldige Zinssenkung der FED spricht.
So wurden 303.000 neue Stellen gemeldet, erwartet wurden 215.000. Die Arbeitslosenquote gab auf 3,8% (3,9%) nach.
Die Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen im Juni gab auf 57% (vorher 64%) nach und erschwerend kommt noch die Diskussion der FED Mitglieder hinzu. Diese sehen nur 0-2 Zinsschritte in 2024.
Zum Chart
Der S&P500 hat seine Keilformation nicht wieder betreten können und folgt aktuell dem skizzierten Trend abwärts.
Letzte Woche hatte ich geschrieben:
Offensichtlich beachtet der Markt die untere Begrenzung des Keils ganz genau, denn diese wurde sowohl am Mittwoch, als auch am Donnerstag bestätigt.
Wir dürfen gespannt sein, ob es der Kurs noch einmal in den Keil hinauf schafft und vielleicht sogar darüber hinaus oder ob er unter die 5.200$ abschmieren wird.
Das hat sich bestätigt und der S&P500 ist am Donnerstag sogar bis auf 5.145$ abgeschmiert, konnte sich am Donnerstag aber wieder knapp über die 5.200$, auf 5.204$ „retten“.
Damit hat der Index sowohl ein tieferes Hoch und ein tieferes Tief generiert, was charttechnisch bärisch ist. Um das zu drehen, müsste das Hoch ÜBER 5.256$, besser noch über 5.261$ steigen, sprich ein neues Alltimehigh generieren.
Sollte er jetzt auch noch unter die 5.100$ Unterstützung nachgeben, wird es lustig, denn dann wäre es möglich, dass das GAP bei 5.000 (blauer Bereich) geschlossen wird. Von dort könnte es dann aber wieder nach oben gehen, sofern der Kurs nicht unter dem GAP schließt. Falls das doch geschieht, liegt der nächste Bereich bei 4.900 und 4.950$, den ich vor einiger Zeit schon erwähnte und der zwingend verteidigt werden müsste.
S&P500 Chart
Zum Vergrößern die Maus auf den Chart bewegen.

Bitte unbedingt die Kurzerklärung zum Screener und die Hinweise am Ende des Artikels beachten.
Nun kommen wir zum Update der vorigen Screener-Ergebnisse aus der KW10, KW11,KW12 und KW13, bezogen auf die Schlusskurse in KW14/24. KW09/24 fällt in dieser Woche weg.
KW10/24 – Update KW14/24
Rückblick: In dieser Woche hatten wir mehrere Termine der FED (Powell wurde 2 Tage lang vor dem Senat angehört und hielt eine Rede und auch die EZB hatte einen Zinstermin, mit anschließender Rede von Lagarde. Außerdem gab es am Mittwoch die vorläufigen (privaten) und am Freitag die offiziellen NFP Arbeitsmarktdaten, welche auch die Kurse im Vorfeld bewegten.
Wir hatte 3 Signale und alles Deutsche Werte, was möglicherweise meine Aussage stützt, dass die US-Anleger gerne nach Europa ausweichen, wenn sie in den USA eine Korrektur erwarten. Mal sehen ob sich das bestätigen wird in den nächsten 3 Wochen.
Nach der 4. Woche liegen immer noch 2 Werte im Plus, wobei Hochtief und Heidelberg Materials unter Gewinnmitnahmen litten.

Ergebnis High-Risk Signale aus der KW10
Während letzte Woche noch 5 der 6 Werte im Plus lagen, sorgten auch hier Gewinnmitnahmen für fallende Kurse und am Ende lagen nur noch 3 Werte im Plus.

KW10 entfällt kommende Woche
KW11/24 – Update KW14/24
Rückblick: Diese Woche war geprägt von Inflationszahlen in den USA, die durchweg schlechter ausgefallen sind, als erwartet,
Dazu kam am Freitag noch ein Großer Verfallstag (3-facher Hexensabbat) und zu allem Übel begann auch noch der Dollar zu steigen. Dies sorgte für eine volatile Woche, was sich bis in die kommende Woche auswirken dürfte.
In dieser Woche gab es 2 Signale
Nach der 3. Woche, ist Gerresheimer weiter im Minus und angesichts der allgemeinen Marktverfassung, scheint das nicht besser zu werden.

KW12/24 – Update KW14/24
Rückblick: In dieser Woche hatten wir die EZB und die FED Zinsentscheidungen, wobei alles unverändert gelassen wurde. Lagarde erwähnte eine 1. Zinssenkung im Juni und Powell sprach von 3 Zinssenkungen, wobei die erste schon bald kommen könnte. Offensichtlich würden beide Banken gerne senken, aber die Inflation ist gestiegen und so erklärte Powell, dass man auch etwas toleranter bei der Inflationshöhe sein könne. Die Märkte feierten das zuerst, als ob er versprochen hätte neues Geld in die Märkte zu pumpen, dabei hatte er nur erwähnt, dass man das Vorgehen Geld aus den Märkten zu nehmen, etwas verlangsamen würde. Dass die FED insgesamt gesehen, so reagiert, liegt nicht daran, dass alles schön ist, sondern dass die Probleme zunehmen…aber wer denkt schon gerne nach ![]()
In dieser Woche gab es 2 Signale
Nach der 2 Woche liegen beide Werte im Minus. ![]()

KW13/24 – Update KW14/24
Rückblick: Die verkürzte Vorosterwoche brachte etwas Bewegung in die Märkte und das sorgte auch für Signale und das obwohl die Anzahl der Marktteilnehmer deutlich zurückging (Osterurlaub) und auch das Volumen entsprechend nachgab. Allerdings lag zeitweise die Vola etwas höher und das sorgt für Signale. Zusätzlich zu den 5 Standard-Signalen, hatten wir noch 1 Middle- und 3 High-Risk-Signale.
In dieser Woche gab es 5 Signale und nach der 1.Woche liegen 2 der 5 Werte im Plus.

KW14/24 – NEU!
In der verkürzten Nachosterwoche zeigten sich die Anleger zunehmend nervös, was angesichts der hohen Präsenz zittriger Hände oder „Dumb Money“ am Markt, zu erwarten war.
Der S&P500 hat sich erwartungsgemäß nicht wieder in den Keil aufschwingen können und nun ist die Frage, wo er seinen Boden findet. Sollten die Anleger, die noch nie eine Korrektur erlebt haben, in Panik verfallen, wäre die Zeit für alle diejenigen gekommen, die Liquidität aufgebaut haben. Aber noch ist es nicht soweit. ☝️
Der Screener hat kein Standard Signal gefunden und so verwende ich das Middle-Risk-Signal.

Hinweis
Alles zusammen macht es natürlich für die Screener zunehmend schwieriger, sichere Signale zu finden.
Ein Signal kann noch so gut sein, wenn die Unternehmenszahlen schlecht ausfallen oder der Gesamtmarkt abschmiert.
Das werden wir wohl in den nächsten Wochen vermehrt feststellen, was sich auch in den 4-Wochen Updates zunehmend negativ abbilden dürfte.
Fear & Greed
Der Fear & Greed Index liegt die 5. Woche im Bereich der „normalen“ Gier, allerdings hat er nun erstmals von > 70 auf 61 Punkte und damit in den unteren Bereich der Gier nachgegeben..
Besonders am Donnerstag hatte er ordentlich Federn lassen müssen, doch scheint sich die Angst noch immer in Grenzen zu halten.

Quelle CNN
Dumb Money vs. Smart Money
In dieser Woche gab der S&P500, vor allem am Donnerstag stark ab und wie man unschwer am unteren Schaubild zu erkennen ist, war der Verlust fast ausschließlich von den Retail-Tradern bzw. dem Dumb Money verursacht.
Während das Dumb Money offensichtlich „die Hosen“ voll hatte und mächtig Aktien abgestoßen hat, durfte das Smart Money, so wie fast immer wenn es drauf ankommt, teilweise verkaufte Werte eingesammelt. Das geschah aber nur in einem relativ geringen Umfang, damit die Kurse nicht zu sehr gestützt werden, sonst wäre der S&P500 ja angestiegen oder seitwärts gelaufen.
Ich habe die Taktik von Smart Money in der Vergangenheit zwar öfters schon erklärt, aber hier noch einmal zusammengefasst.
In der Regel verkauft Smart Money (SM), während Dumb Money (DM) kauft und umgekehrt. Sollten sich dich Kurse auf einem sehr hohen Niveau befinden, auf dem SM im Gegensatz zu DM, nicht mehr einsteigen möchte, versuchen sie einen Rücksetzer zu produzieren, allerdings erst dann, wenn man mit „normalen“ Schwankungen, nicht mehr viel verdienen kann. Das könnte aktuell fast der Fall sein.
So geht SM nur bis zu einer gewissen Schwelle in den Markt, die man unten als Seitwärtsbewegung im unteren Bereich der Range erkennen kann. Durch „geschickte“ Käufe und Verkäufe, werden die Retail-Trader zunehmend verunsichert und immer wenn sie mutlos werden, steigt SM wieder ein (siehe diese Woche) und hält sie bei der Stange.
DM sagt sich dann, dass es bestimmt wieder weiter nach oben geht und steigt wieder ein….und SM verkauft ihre zuvor aufgebauten Bestände wieder.![]()
Das verunsichert DM und sie verkaufen erneut und erneut fängt SM Teile (Stock Picker) der Verkäufe ein, kauft also damit DM wieder Hoffnung schöpft ….das Speil wird dann solange getrieben, bis DM keine wirklich Hoffnung mehr schöpft, da die Verluste durch das Hin und Her steigen und man nicht mehr mitspielt.
Ab diesem Zeitpunkt weiß SM, dass nun mit diesem Spiel nicht mehr viel zu holen sein dürfte und ändert die Taktik. Meist tauchen plötzlich positive Meldungen der Hedgefonds auf und die Kurse steigen final noch einmal an, was das DM „teilweise“ erneut aufspringen lässt.
An charttechnisch günstiger Stelle löst SM dann Verkäufe aus, die nicht einmal besonders groß sein müssen, um Computersysteme zum Verkauf zu veranlassen. Das wiederum veranlasst DM , besonders alle die auf hohem Niveau eingestiegen sind und ihre Gewinne schwinden sehen oder schon im Minus liegen, dazu zu verkaufen.
Alle, die ebenfalls ihre Gewinne schmelzen sehen, da sie dem Motto der Gier “ buy high“ und das im schlimmsten Fall auch noch auf Pump gefolgt waren, werden stark nervös, was SM durch weitere Nadelstiche (ohne viel Geld aufzuwenden) verstärkt.
Schließlich ziehen immer mehr DM „Freunde“ die Reißleine, was einen zunehmenden Ausverkauf auslöst und die Kurse immer schneller rutschen lässt und eine Korrektur und im schlimmsten Fall einen Crash auslöst.
SM lässt das Ganze erst einmal ins Tal sausen und beginnt an einem geplanten Bereich wieder sukzessive einzusteigen, aber gerade soviel, dass der Verfall nur gebremst wird.
Erst wenn DM, spiegelbildlich zum Kauf auf Hochs, nun auf Tiefs verkauft, (buy high, sell low) als gäbe es kein Morgen mehr, steigt SM wieder deutlicher ein und das Spiel beginnt von vorne, während SM sich an die Regel hält „buy low, sell high“.
Dabei ist es aber auch oftmals der Fall, dass SM das DM in sogenannte Bullenfallen laufen lässt, indem der Anschein erhoben wird, als wäre die Korrektur bereits zu Ende.
Diese System kann man seit Jahrzehnten beobachten und funktioniert deshalb immer wieder, weil alle paar Jahre viele Neue Anleger an die Märkte strömen, die solche Abläufe noch nie miterlebt haben. Im Unterschied zu DM, hat SM vor allem GEDULD!
Nach rund 10 Jahren steigenden Kursen, ist die Zeit wohl bald wieder einmal reif. ![]()

Quelle SentinenTrader
Viel Erfolg und eine gute Zeit
JoTrader 
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