Banken bald die großen Gewinner?
Heute umreiße ich einmal die aktuelle Situation zum Thema Sondervermögen (Sonderschulden) und beleuchte, woher das Geld eigentlich kommt. Am wichtigsten für einen Anleger ist aber die Überlegung, wer in diesem Fall der große Gewinner werden könnte, denn erkennt man das früh genug, kann man davon partizipieren.
Woher kommt eigentlich das Geld für das Sondervermögen?
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Kreditaufnahme: Um die notwendigen Mittel für das Sondervermögen bereitzustellen, plant die Bundesregierung, mehr Anleihen auszugeben. Dies ist eine gängige Praxis, um große Investitionen zu finanzieren.
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Zweckgebundenheit: Die Mittel, die durch die Staatsanleihen aufgenommen werden, sind oft zweckgebunden, was bedeutet, dass sie für spezifische Projekte, wie zum Beispiel Infrastrukturinvestitionen oder die Aufrüstung der Bundeswehr, verwendet werden.
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Politische Entscheidungen: Die Höhe der Anleihen und die damit verbundenen finanziellen Strategien werden durch politische Entscheidungen im Bundestag festgelegt. Dies geschieht im Rahmen der Haushaltsplanung und der finanziellen Strategie der Bundesregierung.
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Marktentwicklung: Die Renditen von Bundesanleihen können schwanken, was sich auf die Kosten der Kreditaufnahme auswirkt. Aktuell sind die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen gestiegen, was die Finanzierungskosten beeinflussen kann.
Anschließend werden die einzelnen Projekte, sei es Rüstung, Infrastruktur oder was auch immer) ausgeschrieben und die interessierten Firmen können sich für ein Projekt bewerben. Der am meisten zahlen möchte, erhält üblicherweise das Projekt.
Dieses Projekt wird dann logischerweise entweder erst nach Erreichen von Zwischenzielen oder sogar erst bei Lieferung von der Regierung, aus dem sondervermögen bezahlt, weshalb nahezu JEDES Projekt in gewisser Weise vom Bieter vorfinanziert werden muss. Und genau das ist der wichtige Punkt, der uns Anlegern einen Profit verschaffen könnte
Hier kommen die Banken ins Spiel, denn wer wird sonst die Kredite geben?
Da aber die Liquidität im Markt nicht gerade berauschend ist, können die Banken diese Kredite zu deutlich höheren Zinsen vergeben, so wie wir das schon einmal in den Jahren 2008-2010 erlebt haben, als sogar die Banken untereinander keine Kredite mehr gewährten.
Möglicherweise kommt es an den Anleihemärkten wie damals zu einem Ausverkauf, was wie damals, die Umlaufrenditen durch die Decke gehen lassen könnte. Die langlaufenden Umlaufrenditen sind bereits heftig angestiegen, als das Schuldenpaket durchgewunken wurde.
Der Unterschied zu damals dürfte allerdings sein, dass nicht die Notenbanken einspringen, um die Banken zu retten, sondern heute geht es womöglich in etwas genau umgekehrt und die Banken retten sozusagen die Notenbanken und verdienen sich dabei eine „goldene Nase.“
Steigen dann die Zinsen (was zu erwarten ist) , steigen die Gewinne der Banken, die sich anders als die ahnungslose Bundesregierung, zu Niedrigzins- oder gar Nullzinszeiten, eine langlaufende Liquidität aufgebaut haben: zu NULL ZINS![]()
Und genau dieses kostenlose Geld können sie nun TEUER als Kredite ausgeben, was zuerst zu exorbitanten Gewinnen und dann zu explodierenden Kursen der Bankaktien führen könnte. Natürlich gibt es wie immer keine Garantie, aber sollte alles einigermaßen so verlaufen, wie es zu erwarten ist, dann müsste das in den kommenden Jahren so eintreten .
Vermutlich werden die Regierungen und Notenbanken alles versuchen, um die steigenden Zinsen zu verhindern, doch aufgrund der Dummheit der EZB während den letzten Jahren , werden sie ganz einfach schlechte Karten haben.
Was kann man als Anleger tun?
- Zum einen könnte man Einstiege in einzelne europäische oder deutsche Banktitel suchen, solange die Kurse noch nicht davongelaufen sind.
- Als weitere Möglichkeit, könnte man sich einen Banken ETF ins Depot legen, wie z.B. einen Euro Stoxx 600 Banken ETF oder ähnliches, um an diesem möglichen Anstieg zu partizipieren

Wie man am Wochenchart sieht, zieht dieser Beispiel ETF bereits an, wobei das eigentlich nur ein winziges Schrittchen auf dem Weg nach oben bisher sein dürfte. Eine Garantie gibt es natürlich nicht , wie immer, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch sehr hoch.
Ich beobachte das weiter und wenn man die ersten wirklichen Ergebnisse sieht, mache ich ein Update. Das wird aber einige Monate bis zu 2 Jahren dauern.
In diesem Sinne, viel Erfolg und weise Entscheidungen
JoTrader 
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