Liebe Besucher
Hier betrachte ich wöchentlich die aktuellen und vergangenen Screener-Ergebnisse, aus meinem Standard-Screener. Den Kursverlauf der einzelnen Werte verfolge über einen Zeitraum von 4 Wochen und einem wöchentlichen Update.
Wie erwartet kam es am Montag nicht zu dem gefürchteten Shutdown in den USA.
Ob es am Montag dazu kommen wird, glaube ich ehrlich gesagt nicht, denn zu viel steht für die USA auf dem Spiel. Da sich aber immer mehr Verrückte in der Politik zu versammeln scheinen, ist das natürlich auch nicht ausgeschlossen, zumal wir uns den US-Wahlen nähern.
Allerdings kam es nur zu einem „faulen“ Kompromiss, so dass bereits im November schon wieder die Möglichkeit der Zahlungsunfähigkeit der USA bestehen könnte.
Schon am Dienstag konzentrierten sich die Märkte schon wieder auf die US-Arbeitsmarktdaten, die für deutliche Bewegungen bei Anleihen, dem Dollarkurs, aber auch bei Öl mit sich brachten.
S&P500 als Referenz Index
Der S&P500 gab in dieser Woche zeitweise erneut unter die EMA200 (blau) nach und hat dabei den steigenden Trendkanal nach unten aufgelöst.
Trotz mehrerer Versuche wieder in den Kanal aufzusteigen und die SMA200 wieder zu überschreiten, gelang das vorerst nicht.
Letzte Woche hatte ich geschrieben:
Sollte der Kurs im Bereich der 4.350$ scheitern und wieder nach unten drehen, droht ein erneuter Test des Kanals, wobei der Kurs bei einem Ausbruch abwärts, bis mindestens 4.000$ fallen könnte. Zusätzlich sieht es nach der S-K-S, nach einem fallenden Trendkanal aus, den ich auszugsweise hier eingezeichnet habe:
Das hat gepasst und der Kurs steuerte auf die 4.000$ Unterstützung zu, doch dann man der Freitag mit den NFP Zahlen, die mehr als doppelt so hoch ausgefallen sind, als prognostiziert. Dies sorgte ab 14:30 Uhr für ein wildes Durcheinander an den Märkten, die zuerst alle um mehr als -1% nachgaben. Der US$ sprang nach oben und auch die langlaufenden Anleihen überschritten die 5% Schwelle. Irgendwie war das alles ziemlich „gaga“, doch genauso schnell kehrte sich alles in Gegenteil um.
Der Dollar gab nach, die Indizes sprangen an und schlossen durchweg deutlich im Plus, was natürlich genauso „gaga“ war, wie das Minus zuvor, denn steigende Zinsen, bedeuten eigentlich fallende Aktienmärkte. Wir leben in einer völlig durchgeknallten Welt, scheint mir.
In den USA haben wir am Montag einen Feiertag, allerdings nur beim Anleihemarkt, so dass es am Dienstag durchaus zu einer bösen Überraschung kommen könnte. Wie werden sich die Anleger am Montag verhalten?
Dem S&P500 war das egal und er konnte die EMA200 (4.265$) zurückerobern, den steigenden Kanal wieder betreten und sogar die 4.300$ wieder überschreiten. Nur die EMA20 (4.336$) erreichte er nicht.
Sollte es nun wieder unter die EMA200 gehen, wird erneut die 4.200$ Unterstützung zum Ziel und dort wird es brandgefährlich, droht doch ein Absturz bis rund 4.000-4.050$.
Nach oben muss man das GAP oberhalb der EMA20 im Auge behalten, denn sollte dieses überschritten werden, wäre ein Besuch der oberen Grenze des fallenden Kanals, bei rund 4.450$ möglich. Aber noch ist der fallende Kanal aktiv!
Auch wenn die Medien sofort wieder schrieben, dass die Zinsangst in den USA abflaut, würde ich keinen Cent darauf verwetten, dass dies stimmt! Fünf Minuten vorher, hatten sie noch genau das Gegenteil verbreitet![]()
Nachfolgend der S&P500 Chart.
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Bitte unbedingt die Kurzerklärung zum Screener und die Hinweise am Ende des Artikels beachten.
Nun kommen wir zum Update der vorigen Screener-Ergebnisse aus der KW36, KW37, KW38 und KW39, bezogen auf die Schlusskurse in KW40/23. KW35/23 fällt in dieser Woche weg.
KW36/23 -Update KW40/23
Rückblick: Probleme in China und erste Probleme bei den großen Techwerten (Sicherheitsleck bei Apple) dominierten die Kurse, so dass sich der S&P 500 in einer immer gefährlicheren Situation befindet (S-K-S Formation möglich)
Dementsprechend reagierte mein Standard-Screener wieder so, dass er keine Signale generierte. Nur der High-Risk-Screener konnte ganze 2 Signale generieren, die natürlich auch auf wackligen Füßen stehen, angesichts der Lage.
Kein Signal, ist auch ein Signal ![]()

4 Wochen Rückblick auf „Middle Risk“ und „High Risk“ Signale
Diese Woche hatten wir nur 2 High-Risk Titel und die endeten beide im Minus. Hätte man bei Goldman Sachs aber schnell reagiert zu Beginn, hätte man einen schönen Gewinn einfahren können. Bei Fanuc blieb es von Anfang an bei einem Verlust. High Risk eben….

Kommende Woche entfällt KW36
KW37/23 -Update KW40/23
Rückblick: In dieser Woche wurden Inflationszahlen der USA veröffentlich die mit +0,6% und +0,3% (Kerninfl.) genauso im Rahmen der Erwartungen lagen, genauso wie der 0,25% Zinsschritt der EZB.
Am Freitag war dann der Große Verfallstag (3-facher Hexensabbat) der die US-Indizes teils deutlich unter Druck setzte und den S&P500 unter die EMA20 brachte.
Immerhin gab es in dieser Woche mit „Enel SpA“ 1 Signal im Normal-Risk-Screener und 2 weitere Signale im High-Risk-Screener sahen wir ebenfalls. Letztere werde ich aber erst in 4 Wochen bewerten.
Ich hatte die Aktie in der Chartanalyse ausgiebig betrachtete und diese kannst Du HIER nochmals nachlesen.
Enel gab auch in der 3. Woche nach dem Signal weiter nach und angesichts der aktuellen Marktschwankungen im US$ und beim Öl, sieht es nicht danach aus, als könnte sich der Kurs erholen.

KW38/23 -Update KW40/23

KW39/23 -Update KW40/23
Rückblick: Im Vorfeld eines möglichen Shutdowns in den USA am Montag, einer börsenfreien Woche in China und einem Feiertag am Dienstag bei uns, war wenig Positives zu erwarten.
Die Woche war wie der gesamte September schwach und ab Donnerstag / Freitag setzte wohl ein Window-Dressing satt, weil die Großen versuchten den Monat und das endende Quartal, wenigstens ein klein wenig zu schönen.

KW40/23 -NEU!!
Diese Woche stand am Montag der mögliche Shutdown im Fokus, der sich aber nicht ereignet hat. Danach folgten die Non Farm Payrolls (NFP) am Freitag, bei denen die ANALysten wieder einmal tief ins Klo gegriffen haben, mit ihren Prognosen.
So wurden 176.000 offene Stellen erwartet, aber 336.000 offene Stellen wurden gemeldet. Zu allem Übel mussten auch noch die August Zahlen von 187.000 auf 227.000 offene Stellen revidiert werden, was nun zu einer Rezession und zu einer Zinsanhebung durch die FED führen könnte. Entsprechend stiegen die Zinsen an und Öl, sowie die Indizes gerieten unter Druck, während der Dollar zum Euro schwächelte. Das relativierte sich aber schon bald wieder ins Gegenteil und die Börsen scheinen langsam zu einem Tollhaus zu werden, das sich nicht mehr an Logik und Regeln ausrichtet. Bester Nährboden für eine Korrektur oder gar für einen Crash, aber der hat noch etwas Zeit![]()
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Übrigens zeigen die Daten oben das an, was ich während der Woche schon in Facebook geschrieben hatte, dass das Smartmoney (blau) wieder in den Markt zurückkehrt, während das Dumb Money (rot), in Scharen aus dem Markt flüchtet. Immer das gleich Spiel und immer fallen die Gleichen darauf herein
Mal sehen, wie es weitergeht.

Da es in dieser Woche wieder kein Signal im Standard-Screener gab, können die Mitglieder der Facebook-Gruppe „Aktien Chart Check“ ihren persönlichen Chart wünschen. Alles weitere in der Gruppe.
Wie gewohnt, veröffentliche ich die Chartanalyse am Sonntag.
Viel Erfolg und eine gute Zeit
JoTrader 
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