Liebe Besucher
Hier betrachte ich wöchentlich die aktuellen und vergangenen Screener-Ergebnisse, aus meinem Standard-Screener. Den Kursverlauf der einzelnen Werte verfolge ich über einen Zeitraum von 4 Wochen und einem wöchentlichen Update.
S&P500 als Referenz Index
Letzte Woche hatte ich u.a. geschrieben:
Die zweite bullische Variante wäre, dass der Kurs noch etwas ansteigt, z.B. in den Bereich 4.450$ oder sogar bis fast 4.500$ und dort überkauft ankommt. Anschließend wäre ein Rücklauf in den Bereich in den Bereich 4.400$ -4.450$ ideal, wo der Kurs abkühlt, bevor er wieder nach oben durchstartet, was ebenfalls in eine Jahresendrally münden könnte
Der Kurs ist in dieser Woche der zweiten bullischen Variante gefolgt und hat die 4.500$ erreicht und überschritten. Wie erwartet liegt er dabei knapp an der überkauften Zone (roter Kreis rechts unten im Chart) und ist deswegen wohl nicht weiter nach oben vorangekommen.
Wie oben geschrieben, wäre nun ein Rücklauf bis 4.450 oder 4.4000$ wünschenswert, denn so könnte der Kurs zuerst abkühlen und dann nach oben durchstarten.
Aber es könnte auch noch von der aktuellen Position aus, direkt bis zur 4.550$ Marke nach oben gehen, was aber eine Übertreibung darstellen würde, die schnell in einen klaren Rücklauf wechseln könnte, weil der Kurs deutlich überkauft wäre. Mal sehen, was sich die Anleger ausdenken.
Die inverse S-K-S ist damit aufgehoben, denn es ging auch ohne rechte Schulter, direkt nach oben, was ich in früheren Beiträgen als ´vermutlich´nicht so nachhaltig´ angesehen habe. wir werden sehen.
Nachfolgend der S&P500 Chart.
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Bitte unbedingt die Kurzerklärung zum Screener und die Hinweise am Ende des Artikels beachten.
Nun kommen wir zum Update der vorigen Screener-Ergebnisse aus der KW42, KW43, KW44 und KW45/23, bezogen auf die Schlusskurse in KW46/23. KW41/23 fällt in dieser Woche weg.
KW42/23 -Update KW46/23
Rückblick: Die drohende Eskalation im Gaza Konflikt schwebt besonders vor dem Wochenende wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Auch die Rede Powells am Donnerstag, wirkte keinesfalls beruhigend, denn er machte angesichts der hohen Zinsen bei langlaufenden Anleihen, keinerlei Anzeichen in Richtung Zinssenkungen im Gegenteil. Andererseits dürfte eigentlich auch dem zweitdümmsten Anleger fast klar sein, dass die Zinsen eher erhöht, als gesenkt werden müssen, angesichts der Lage des Finanzmarktes. Die Staaten lassen sich aber erst einmal nicht von der Inflation beunruhigen, können sie sich doch wunderbar kostengünstig entschulden.
Vor dem Wochenende ging es also in breiter Front abwärts und dieser Trend könnte noch eine Weile anhalten.
Gut also, wenn Du Liquidität aufgebaut hat, so wie ich es immer wieder betont habe. Bald könnten die Übertreibung abwärts folgen und damit auch die Zeit für Käufe wieder da sein! Aber noch ist es nicht ganz so weit.
Diese Aussagen haben auch nach der 3. Woche gepasst.

4 Wochen Rückblick auf „Middle Risk“ und „High Risk“ Signale
Auch die High-Risk Signal aus dieser Woche scheiterten bzw. endeten nach 4 Wochen im Minus.

In meinem Test-Screener, den ich als Beta-Version teste, hätte es dagegen besser ausgeschaut:

Kommende Woche entfällt KW42
KW43/23 -Update KW46/23
Rückblick: In dieser Woche gab es seit langem mal wieder einige Signale im Standard-Screener, was angesichts der aktuellen Nervosität der Märkte, nicht zu erwarten war.
Aus diesem Grund darf man sich zwar über die Signale freuen, sollte diese aber kritisch beäugen und keinesfalls voreilig einsteigen.
Signale können auch durch entsprechende Gegenbewegungen entstehen, auch wenn diese im Standard-Screener durch Sicherheitsabfragen, größtenteils ausgeschlossen sein sollte. Aber man weiß nie, was in stark volatilen Märkten alles passieren kann. Also bitte Vorsicht.
Nach der 3. Woche liegt nun keiner der Werte mehr im Plus, auch wenn die Verlustze nur gering sind, ein schwacher Trost.

KW44/23 -Update KW46/23
Rückblick: Diese Woche war erneut sehr „zäh“ und es gab nur einige Signale im High-Risk-Screener. Daran änderte auch der „FOMO-Hype“, der nach der Rede Powells am Mittwoch einsetzte, wenig.
Die Kurse allgemein, sind einfach zu stark gefallen in letzter Zeit, so dass sie weit von von den Signalpunkten entfernt sind bzw. waren, so dass diese bisher nicht ausgelöst werden konnten.
Zudem wechselten die Anleger vor dem Wochenende aus den „NoRisk“ Segmenten, zurück in die Risk-Segmente.
Ich bin gespannt, ob es sich doch wieder rächen könnte, wenn man kurzfristig eingestiegen ist, ohne dass eine Trendwende stattgefunden hat.
Besonders am Freitag gaben Energiewerte, egal ob Öl, Uran usw. teils deutlich nach.
Ganz spannend finde ich die Darstellung über den Verlauf zwischen „Smart Money“ (kluges Geld) und „Dumb Money“ (dummes Geld) im unteren Bereich der folgenden Grafik, im Vergleich zum S&P 500 oben.
Wird Dumb-Money wieder „eingeseift“ und abgezockt? Mach Dir mal Gedanken darüber 
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Trotz des Anstiegs:
KW45/23 – Update KW46/23
Rückblick: In dieser Woche ging es wieder nach oben, allerdings waren die Indizes (S&P500) wie schon seit Monaten, fast ausschließlich von Big-Tech Werten getrieben wurden.
Insgesamt zeigten sich die Märkte weiter nervös, während viele auf eine Jahresendrally hoffen. Wir werden sehen, ob diese kommen wird. 
Im Standard Screener wurden Signale für Talanx (Versicherer) und Rio Tinto (Bergbauunternehmen) generiert. Ob die beiden „bestehen“ werden, müssen die nächsten 4 Wochen zeigen.
Nach der 1. Woche liegen beide Werte schön im Plus, was sehr erfreulich ist.
Smart- / Dumb Money KW45/23
Beim Verhältnis Smart-Money/ Dumb-Money zum S&P500 sieht es diese Woche so auf, dass das „dumme Geld“ wieder in großen Mengen aus dem Markt fließt, vielleicht in Kryptos??
Das „kluge Geld“ hält sich auf dem aktuellen Nivea und läuft seitwärts, was entweder auf Unentschlossenheit oder auf ein Abwarten auf günstigere Einstiegskurse hinweisen könnte. Den günstigere Einstieg generieren natürlich diejenigen die aussteigen.
Es lohnt sich den Verlauf der Grafik, mit der aus der Vorwoche zu vergleichen, finde ich, um sich selbst zu prüfen, zu welcher Gruppe ich zähle

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(Quelle SentimentTrader)
KW46/23 -NEU!!
In dieser Woche bewegte sich der S&P500 steil nach oben, doch generierte mein Standard – Screener trotzdem keine Signale und das vermutlich nicht ohne Grund.
Die USA und Europa melden deutlich fallende Inflationszahlen, wobei dies vermutlich fast ausschließlich dem deutlichen fallenden Öl- und Gas Preis geschuldet war.
Beobachtet man die Berichtsaison in den USA, stellt man fest, dass Walmart, Cisco und einige andere Werte, trotz guter Zahlen deutlich, teils zweistellig eingebrochen sind. Hier werden offensichtlich Gewinne mitgenommen.
Immerhin gab es neben mehreren High – Risk Signalen, mit Recordati SpA auch ein Signal im Standard-Screener und mal sehen, was in den nächsten Wochen daraus wird.

Smart- / Dumb Money KW46/23
Das Verhältnis Smart-Money/ Dumb-Money zum S&P500, hat sich zur Vorwoche stark verändert , denn das „dumme Geld“ (rote Linie) strömt wieder in sehr großen Mengen in den S&P500 hinein.
Gleichzeitig wird das „kluge Geld“ (blaue Linie), aus dem Markt genommen, wenn auch (noch) nicht so starke wie das „Dumb Money“ einfließt.
So können i, „Smart Money“ mit steigenden Kursen, natürlich auch höhere Gewinne generiert werden, solange man nur vorsichtig aus dem Markt geht und den Anstieg durch eigene Gewinnmitnahmen, nicht stört.
Erst wenn man der Meinung ist, dass die Gewinne hoch genug seien, um die Reißleine zu ziehen und die „Sahne abzuschöpfen“, werden sich die Verkäufe beschleunigen, was die Masse dann natürlich mitbekommt und ebenfalls zu verkaufen beginnt.
Bis dahin ist das Smart Money natürlich längst so Liquide, dass sie diese Verkäufe vorsichtig aufnehmen kann, ohne die Angst von den Anlegern zu nehmen, die aus dem Markt gehen.
Erst wenn man der Meinung ist, die Kurse seien so tief gefallen, dass es lukrative Einstiegskurse gibt, wird das „Smart Money“ dann wirklich mit größeren Einstiegssummen in den Markt gehen. Bis die Masse das bemerkt, sind sie längst platziert und schauen der Masse zu, wie sie wieder (FOMO) in den Markt zurückströmt….und das Spiel beginnt von vorne.
Zwar gilt die unten folgende Grafik nur für den S&P500 und das Verhältnis Smart-Money/ Dumb-Money, aber Du kannst Dir sicher sein, dass dies in allen großen Indizes, im Forex-Markt, bei den Rohstoffen und natürlich auch bei Silber & Gold so gehandhabt wird, wobei bei letztgenannten Edelmetallen, viel längere Zyklen, mit erheblichen kurzzeitigen „Manipulationen“ gang und gebe ist…ich habe ja oft schon darüber berichtet.
Natürlich kann das auch ab und zu kurzzeitig einmal schief gehen, aber man kann davon ausgehen, dass dieses Vorgehen des Smart Moneys bzw. der Big Player, zu > 90% funktioniert und zwar in beide Richtungen. Sie verdienen also long und short, während die meisten Anleger nur auf steigende Kurse setzen und deshalb viel leichter abzuzocken sind.
Das war nun etwas ausführlicher, nur damit Du verstehst, wie die Märkte gesteuert werden können. Diese Ausführliche Erklärung erspare ich mir zukünftig.
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Viel Erfolg und eine gute Zeit
JoTrader 
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